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Aus Anlass des Todestages der Potsdamer Kunstpädagogin und Künstlerin Gertrud Jakstein (geb. in 1879 - 1960 in Potsdam gest.) am 5.7.2010, erhielt das Potsdam Museum am 5. Juli 2010 zwei Schenkungen, vermittelt vom Förderverein des Potsdam Museums und vom Potsdamer Kunstverein.

Vermittelt von Thomas Kumlehn als Mitglied des Fördervereins des Potsdam Museums e.V. überreicht der pensionierte Kunstpädagoge Jürgen Barber aus Frankfurt/Oder aus seinem Besitz eine Kiste mit einem Teilnachlass von Gertrud Jakstein, bestehend aus Handzeichnungen, einem Skizzenbuch, Fotos, Aufzeichnungen und der Korrespondenz zwischen Gertrud und Werner Jakstein (1876 - 1961) sowie einer erlesenen Auswahl von über zweihundert Kinderzeichnungen aus den Jahren 1909-1948 von Potsdamer Kindern und Jugendlichen. Darunter sind Bettina geb. Kiepenheuer, verh. Hürlimann (1909-1983), Claire Kann (Lebensdaten unbekannt), Elisabeth geb. Schuke, verh. Heubner (1905 - 2004) und Kurt Schifner (22.11.1909 - 12.10.1984), die von Gertrud Jakstein unterrichtet worden sind.

Der Potsdamer Kunstverein schenkte dem Potsdam Museum ein kürzlich von der Berliner Galerie Barthelmess & Wischnewski erworbenes Selbstporträt von Gertrud Jakstein aus dem Jahr 1908. Es handelt sich um eines der wenigen erhaltenen Bilder aus ihrem Frühwerk. Es zeigt den damals starken bildästhetischen Einfluss von Käthe Kollwitz (1867-1945), von der Gertrud Jakstein ihre ersten künstlerischen Unterweisungen erhielt.zeigt den damals starken bildästhetischen Einfluss von Käthe Kollwitz (1867-1945), von der Gertrud Jakstein ihre ersten künstlerischen Unterweisungen erhielt. Das "Selbstbildnis" (Tuschzeichnung mit Deckweißhöhung auf Tonpapier, 1908. Rechts unten mit Bleistift betitelt sowie signiert und datiert. 31,8 cm x 23,7 cm) wurde für die Ausstellung "Max Beckmann seiner Liebsten" in der Stiftung Moritzburg, Halle (2005) und in der Alten Nationalgalerie Berlin (2006) als Leihgabe der Galerie Barthelmess & Wischnewski zur Verfügung gestellt (Kat.-Nr. 76). Die Erwerbung des Bildes wurde von Suse Globisch-Ahlgrimm und Regine Schindler mit einer namhaften Spende unterstützt.

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Wer weiß heute noch, wie viele bedeutende Militärstandorte Potsdam hatte oder wie sich in Potsdam stationierte Soldaten mit ihren Familien verständigten? Welche Nachrichten wurden über das Medium Postkarte in die Heimat versandt? Und welchen Wert haben diese Postkarten für uns heute?

Alle diese Fragen beantwortet die neue Ausstellung "Grüße aus Potsdam", die aufgrund einer Idee des Fördervereins in einem Kooperationsprojekt mit der Peter-Joseph-Lenné-Schule entstand und ab sofort in der Benkerstr. 3 zu sehen ist.

Gezeigt werden über 100 Postkarten, die vom Förderverein des Potsdam-Museums angekauft wurden und nun in einer spannenden Art und Weise von Schülerinnen und Schülern neu entdeckt, erforscht und inszeniert wurden.

Mehr Informationen finden Sie hier.



Die Wägemaschine stammt aus dem Besitz der "Fachsamenhandlung Liebenow", die seit dem 14. Oktober 1908 im familieneigenen Haus Am Bassin 11 existiert. Inhaber Wolfgang Liebenow betreibt mit seiner Frau das Geschäft in der dritten Generation; vor ihm haben sein Vater Helmut (ab 1945) und sein Großvater Erich die Gartenbedarfs-handlung geführt. Im 102. Jahr wird der Geschäftsbetrieb nunmehr eingestellt. Dies war für unser Kuratoriumsmitglied Susanne K. Fienhold Sheen Anlaß, den Kontakt zum Inhaber herzustellen und die seltene und guterhaltene Maschine als Zeugnis der langjährigen Firmengeschichte für das Museum zu erbitten. 

Wolfgang Liebenow, der nicht zögerte, dem Museum seiner Heimatstadt seine bestgehütete Maschine zu überlassen, bestätigte, daß sein Geschäft eng verbunden war mit dem gärtnerischen Potsdam. So war z.B. sein Vater Helmut als Geselle eine Zeit lang in der Foerster'schen Staudengärtnerei beschäftigt. Später war Helmut Liebenow als Geschäftsinhaber einmal "Kleingläubiger" dieser Gärtnerei und hat auf seine Außenstände verzichtet, um seinem ehemaligem Arbeitgeber Karl Foerster zu helfen.


1. Heft der neuen Schriftenreihe des Fördervereins erschienen

Bürger machen Politik - dieser für unser heutiges Gemeinwesen so selbstverständliche Satz hat in Potsdam erst seit 200 Jahren Gültigkeit, denn erst 1809 fanden in der damaligen Residenzstadt die ersten Wahlen zur Potsdamer Stadtverordnetenversammlung statt.
Dieses historische Datum war dem Förderverein des Potsdam-Museums e.V. Anlass genug, eine Publikation zum politischen Engagement von Potsdamer Bürgerinnen und Bürgern in den letzten beiden Jahrhunderten herauszugeben.

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